Große Wildnisgebiete, eine einmalige Tierwelt und wenige andere
Touristen sind das besondere Kennzeichen Sambias.
Es ist ein großes Binnenland und mit einer Fläche von 752 617km²
deckt es gerade mal 2.5% des afrikanischen Kontinents, mit circa 10
Millionen Menschen.
Im Nordosten grenzt Sambia an Tansania, im Osten an Malawi, im Südosten
an Mosambik, im Süden an Simbabwe und Botswana, im Südwesten an
Namibia, im Westen an Angola und im Norden an die Demokratische Republik
Kongo.
Der größte Teil der Landesfläche wird von einem von Süden nach
Norden ansteigenden Hochplateau mit eine Höhe von 1000 bis 1 500m über
den Meeresspiegel, eingenommen.
Zahlreiche Flüsse und Seen stellen fast die Hälfte des Süßwasserreserven
im südlichen Afrika. Die bedeuternsten Flüsse sind der Sambesi, nach
dem das Land vernannt ist und der das Land mit eine Länge von 1550km
durchfließt, der Kafue im zentralen Teil des Landes und der Luangwa und
Luapula im Osten.
An Sambias Grenzen befinden sich folgende große Seen: der Mwerusee (auf
der Grenze zur Demokratischen Republik Kongo), der Tanganyikasees der
mit der Demokratischen Republik Kongo, Burundi und Tansania geteilt wird
und der Karibasee, einem Stausee an der Grenze mit Simbabwe.
Die Hauptstadt ist Lusaka und hat rund 1,2 Million Einwohner und ist
damit die größte Stadt im Land.
Geschichte:
Archäologische Funde weisen darauf hin, dass die ersten Menschen hier
vor 250 000 Jahren lebten.
Ab dem 3. Jahrhundert n.Chr. wanderten bantusprechende Völker, die
Ackerbau und Viehzucht betrieben, in die Region ein.
Im 14.Jahrhundert handelten Farmer am Sambesi Fluss mit muslimischen Händlern
von der ostafrikanischen Küste.
Zwischen dem 17. und 19. Jahrhundert wurden Güter wie Elfenbein,
Kupfer, Gold und Sklaven gehandelt.
1851 bereiste der britische Afrikaforscher David Livingstone das Land
zum ersten Mal.
1855 entdeckte Livingstone die 110m tiefen Wasserfälle im Sambesi und
nannte sie zu Ehren der britischen Königin "Victoria Fälle".
Der Missionar und Forscher starb 1873 an Ruhr in den Bangweulu
Sumpfgebieten.
1891 wurde der östliche Teil des heutigen Sambias von der
"Britisch South Africa Company" in Besitz genommen. Cecil
Rhodes, wohlhabender Minenbesitzer und Premierminister der Kapkolonie,
handelte kurz zuvor einen "Schutzvertrag" mit der ansässigen
Bevölkerung aus.
1899 wurde das Gebiet britisches Protektorat unter der Bezeichnung
"Nordwest-Rhodesien".
1902 "entdeckten" die Schürfer die reichen Kupfer vorkommen
Nord-Rhodesiens.
1923 wurden Nord- und Südrhodesien (Simbabwe) zu britischen
Kronkolonien.
1958 wird die von Kenneth Kaunda gegründete "Zambia African
National Congress" verbannt, und die Führer inhaftiert.
1960 übernimmt Kaunda die Führung der United National Independence
Party (UNIP)
1964 wird Sambia unabhängig erklärt, mit Kenneth Kaunda als Präsident.
Er blieb Präsident bis 1990.
1991 wird Frederik Chiluba von Movement for Multiparty Präsident, bis Levy Mwanawasa 2001 die Landesführung antritt. President Mwnawasa verstarb im August 2008 während seiner Amtszeit. Ruphia Banda ist zur Zeit der
amtierende Präsident. Nach Wahl im November 2008 wurde Ruphia Banda als Präsident von Zambia im Amt bestätigt.
Bevölkerung:
Sambia hat circa 11,6 Millionen Einwohner, das macht etwa 15 Einwohner pro
Quadratkilometer, davon leben allerdings etwa 45% in den Städten.
Die Bevölkerung setzt sich aus 70 ethnischen Gruppen zusammen, die
meisten von ihnen gehören zu den Bantuvölkern. Größte Bevölkerungsgruppe
sind die Bemba (ca 35%), gefolgt von den Nenya und Tonga. Weitere
Gruppen sind die Luvale, Lunda und Kaonde im Nordwesten des Landes und
die Barotse. Minderheiten sind die Europäer, Asiaten und Buschmänner.
Die Wachstumsrate der Bevölkerung beträgt circa 2% .
Neben English gibt es sieben offizielle anerkannte Stammessprachen (Bemba,
Nyanja, Lozi, Tonga, Lunda, Kaonde, Luvale). Darüber hinaus wird eine
Vielzahl von Dialekten gesprochen.
Etwa 50 bis 60% der Bevölkerung sind Anhänger des Christentums, und
der Rest sind Muslims oder Hindus. Naturreligionen werden noch
weitverbreitet praktiziert.
Klima:
In Sambia herrscht tropisches Klima mit einer Regenzeit von Oktober bis
April. Im Norden liegen die durchschnittlichen Niederschlagsmengen bei
circa 1400mm, im Süden bei etwa 750mm. Häufig fallen die Niederschläge
als heftige Gewitterregen. In Sambesi und Luangwa Tal steigen die
Temperaturen im Oktober bis zu 40° C. Im Hochland sind die
Sommertemperaturen etwas niedriger. In den tiefergelegenen Gebieten kann
im Winter leichter Frost vorkommen.
Parks:
Sambia hat 19 National Parks die von der "Zambia Wildlife Authority"
verwaltet werden.
Davon sind einige sehr abgelegen und sind nicht für Besucher
zugelassen.
Die folgenden Parks sind für den Tourismus geöffnet und bieten
entsprechende Einrichtungen an.
Lochinvar National Park liegt 250 Km südwestlich von Lusaka. Er ist
428km² groß und schließt das Kafue Flutgebiet ein. Über 30 000 Kafue
Lechwe Antilopen sind hier zu finden, so wie eine Vielzahl verschiedener
Vogelarten.
Bei Livingstone befindet sich der 67 Km² große Mosi-oa-Tunya National
Park. Die Victoria Wasserfälle fallen in diesen Park. Hier werden
Breitmaul Nashörner gehalten, die später wieder in die anderen Parks
zurück eingeführt werden sollen.
Der Lower Zambezi National Park (4092 Km²) liegt am nördlichen Ufer
des Sambesi Flusses, zwischen dem Kariba Stausee und dem Cabora Bassa
Stausee. Er ist für seine großen Herden Elefanten, Büffel und
Nilpferde bekannt. Löwen, Leoparden und Tüpfelhyänen werden sehr oft
gesehen. Die Vogelwelt ist hier artenreich vertreten.
Kanufahrten auf dem Sambesi Fluss sind ein besonderes Erlebnis.
South Luangwa National Park (3493 Km²) liegt östlich von Lusaka im
Luangwa Tal. Er ist einer der schönsten Parks in Afrika mit seiner
artenreichen und enormen Tierwelt.
Auf Fußpirsch und Pirschfahrten mit gut ausgebildeten Führern, kann
man von den verschiedenen Lodges/Camps aus dieses Tierparadies erkunden.
Der größte Park ist der Kafue National Park mit 22 500 Km² im Westen
des Landes.
Hier befinden sich die "Busanga Plains" und der Kafue Fluss
durchquert den Park
Große Herden Antilopen, Büffeln, Elefanten sind in diesem Park zu
sehen, immer gefolgt vom Raubwild.
Andere Parks sind der North Luangwa National Park, Kasanka National
Park, Sumbu National Park, Nyika Plateau National Park und Liuwa Plain
National Park.
Wirtschaft:
Sambia ist reich an Bodenschätzen und die Möglichkeiten für eine
prosperierende Landwirtschaft sind gegeben. Doch durch die
Verstaatlichung der Kaunda Regierung und der Korruption seines
Nachfolgers leben circa 80% der Bevölkerung unter der Armutsgrenze.
Der Landbau trägt am meisten zur Volkswirtschaft bei. Für den Export
wird Tabak, Gemüse, Obst, Kaffee, Tee und Schnittblumen angepflanzt.
Für den Eigenbedarf wird Maniok, Hirse, Reis, Erdnüsse, Zuckerrohr und
Süßkartoffeln angebaut. Rinder, Ziegen und Schweine werden gehalten.
Dies reicht aber nicht für den Eigenbedarf und ist die Bevölkerung zum
großen Teil immer noch auf Hilfe aus dem Ausland angewiesen.
Sambias wichtigstes Exportgut ist Kupfer. Weiterhin werden chemische
Produkte und Produkte für das Baugewerbe hergestellt.
Neben Kupfer werden Kobalt, Steinkohle, Zink, Blei und Silber gefördert.
In der Fertigungsindustrie werden Zement und Textilien hergestellt.
Infrastruktur:
Das Straßennetz in Sambia umfasst insgesamt etwa 66 000 Km, davon sind
schätzungsweise 6500 Km befestigt. Ein Teil der 2 200km Schiene gehört
zur Tansania-Sambia-Eisenbahn (TAZARA) und kontrolliert van Tansania.
Aufgrund der zahlreichen Gewässer spielt die Schifffahrt eine wichtige
Rolle beim Transport, rund 250 km sind schiffbar. In Sambia gibt es
mehrere internationale Flughäfen.
Einreisebestimmungen:
Alle Besucher brauchen einen gültigen Pass und einen Rückflug, so wie
ein Visa, außer wenn sie durch einen Reiseveranstalter ihren Aufenthalt
buchen.
Da die Einreisebestimmungen für Sambia recht kompliziert sind und sich
ständig ändern, raten wir Ihnen, sich bei den zuständigen Behörden
zu informieren.
Gesundheitsbestimmungen:
Gelbfieberimpfungen sind nur erforderlich, wenn man aus infizierten Ländern
einreist.
Malaria Prophylaxe ist erforderlich.
Währung:
Der Kwacha ist die offizielle Währung Sambias.
Die meisten Lodges, Hotels, Camps, Reiseunternehmen und
Fluggesellschaften geben ihre Preise in US Dollar an.
Visa und Master Card werden weitläufig akzeptiert. Wir raten dazu,
einen kleineren Betrag in US Dollar in Bar mit zunehmen.
Die Flughafengebühr muss in US Dollar vor Ort bezahlt werden.
Reisegepäck:
Leichte Sommerkleidung ist angebracht. Für Safaris und Wanderungen wird
Kleidung in Khakitönen, so wie gute und bequeme Laufschuhe, empfohlen.
Da es im Winter morgens und abends recht kalt werden kann, darf eine
Strickjacke und eine Windjacke im Gepäck nicht fehlen.
Weiterhin brauchen Sie: Fernglas, Kamera mit genügend Filmmaterial,
Insektenabwehrmittel, Sonnenbrille, Sonnen- und Lippenschutzmittel,
Kopfbedeckung und Taschenlampe.
Die meisten Unterkünfte bieten täglich einen Wäschedienst an.